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Über Geschlechtsbestimmung und Junghahn-Aufzucht

Ankum, August 2021 – „Das vergangene Jahr war spannend und absolut herausfordernd.“ So fasst Geschäftsführer Tobias Ferling die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum 01.01.2022 in der vergangenen DGS Titelreportage zusammen.

Die DGS hat unsere Brüterei in Dorum und unsere Bio-Junghahn-Aufzucht in Haren (Ems) besucht, um über unser breites Spektrum an Angeboten zum Ausstieg aus dem Kükentöten zu berichten.

Halogenlampe macht Geschlecht sichtbar

Bei der Geschlechtsbestimmung im Ei gibt es einen Unterschied zwischen invasiven und nicht-invasiven Verfahren. Zum einen gibt es Methoden bei der Flüssigkeit aus dem Ei entnommen wird, um das Geschlecht des Embryos mittels endokrinologischer oder DNA-Untersuchung zu bestimmen. Wir arbeiten mit der Hyperspektralanalyse, dem sogenannten CHEGGY der Firma AAT. Diese Art der Analyse ist eine nicht-invasive, sichere und tierschutzfreundliche Methode zur Geschlechtsbestimmung. Sowohl die Kontaminations- aber auch Verletzungsgefahr des Embryos sind nicht vorhanden. Diese Art der Geschlechtsbestimmung wird im zweiten Drittel der Brut und ausschließlich bei Braunlegern durchgeführt.

Federsexen bei Weißlegern

Die Bruteier werden mit einer Halogenlampe durchleuchtet. Aufgrund der unterschiedlichen Gefiederfarben der Hennenküken (braun) und die der Hahnenküken (gelb), kann das Verfahren das Geschlecht der Küken in über 95 % der Fälle korrekt bestimmen. Damit nicht zu viele Hennenküken versehentlich aussortiert werden, wird ein gewisser Prozentsatz an Hähnen zusätzlich ausgebrütet. Das Geschlecht der Küken weißer Legehennen-Rassen wird ein Tag nach dem Schlupf mittels Federsexen bestimmt. Dies ist möglich, weil die Schwungfedern der männlichen und weiblichen Weißleger-Küken unterschiedliche Ausprägungen haben. Weibliche Küken haben im Wechsel lange und kurze Schwungfedern. Dieser Unterschied ist allerdings ausschließlich an Tag eins zu erkennen. (Für Fotos s. unten "Fotostrecke").

Rückverfolgbarkeit in allen Prozessen

Hennen, dessen Geschlecht mittels Hyperspektralanalyse bestimmt wurde, werden mit Tierwohl-Zertifikaten ausgeliefert. Diese Zertifikate garantieren Landwirt*innen, dass die Hähne aus demselben Schlupf nach KAT-Vorgaben aufgezogen werden. Auf dem Zertifikat ist eine einmalige Chargennummer zu finden, die auf allen wichtigen Dokumenten wie z.B.  Angebotsbestätigung oder Schlachtbericht wiederzufinden ist.

Junghahn-Aufzucht nicht vergleichbar mit Hähnchenmast

Die Arbeit mit den lebhaften Hähnen mache viel Spaß, so Christian Tieben. Der Junghahn-Aufzüchter betreibt zusammen mit seiner Familie und Freundin die Bio-Junghahn-Aufzucht in Haren (Ems). Seit April 2021 ist dort Platz für 24.000 Junghähne. Diese benötigen ab dem ersten Tag viel Beschäftigungsmaterial. Es werden Picksteine, Luzerneballen und Sitzstangen gestellt. Außerdem gibt es viel Raum, um sich frei bewegen zu können: Es gibt einen großen Wintergarten (500 m2) und genügend Auslauf (2,4 ha).

Hier geht es zur DGS-Titelreportage

Behind the Scenes - Das DGS Magazin zu Besuch

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